LANGEN/VOLKMARSEN. Die erste Männermannschaft musste am vergangenen Wochenende einen Doppelspieltag bestreiten. Neben dem Heimspieltag am Samstag gegen Darmstadt und Ober-Laudenbach musste man am Sonntag ins nordhessische Volkmarsen reisen, um dort gegen den Gastgeber und die Mannschaft aus Merkenbach anzutreten. Den Heimspieltag konnte der TVL mit zwei Siegen erfolgreich gestalten, während man in Volkmarsen gegen den Gastgeber das Nachsehen hatte. Der TV Merkenbach konnte aufgrund personeller Probleme nicht antreten, so dass dieses Spiel am grünen Tisch zugunsten des TV Langen gewertet wurde.

Am Heimspieltag kam es im ersten Spiel des Tages zum lokal Derby zwischen der TSG Darmstadt und dem TV Langen. Die Mannschaft von Spielertrainer Marcus Winter zeigte im ersten und zweiten Satz eine solide Leistung. Aus einer stabilen Abwehr heraus wurden die Angriffe konsequent vorgetragen, so dass der Gegner immer nur reagieren konnte und nie in einen richtigen Spielaufbau gekommen ist. Klar und souverän wurden die beiden ersten Sätze mit 11:5 gewonnen. Die zahlreichen Zuschauer richteten sich schon auf einen ebenso deutlich verlaufenden Satz Nummer drei ein, wurden aber wie so häufig wieder einmal eines besseren belehrt. Darmstadt hatte die Angabe zur Eröffnung des dritten Satzes und nahm den eigenen Ball. Welchen gravierenden Unterschied dies ausmacht erfuhr der TVL nun in den kommenden Spielminuten. Wie von der Rolle und völlig hilflos agierte in dieser Phase die Angriffsreihe. Fehler um Fehler passierten den bisher so souverän agierenden Angreifern. Darmstadt nutzte diese Schwächephase gekonnt aus und verbuchte schnell einen deutlichen Vorsprung. Auch der Wechsel in der Angabe beim TVL brachte keine Besserung. Schnell war dieser Satz mit 3:11 verloren. In der Satzpause fand Kapitän Lang die passenden Worte und ließ mit der Eröffnung des vierten Satzes auch gleich eine entsprechende Leistung folgen. Immer noch etwas verunsichert aufgrund des vorangegangenen Satzes stabilisierte sich die Mannschaft aber mit zunehmenden Spielverlauf wieder. Die Abwehr wurde wieder sicherer und auch die Angriffe aus dem Spiel brachten wieder Punkte auf das eigene Konto. Am Ende konnte sich der TVL mit 11:8 durchsetzen.

Im zweiten Spiel traf man auf den Gegner aus Ober-Laudenbach. In den vergangenen Partien gab es für den TVL nichts zu gewinnen. Dementsprechend gewarnt, aber auch hochmotiviert ging die Mannschaft der Sterzbach Stadt in diese Partie. Der TVL legte zur Begeisterung der vielen Fans auch entsprechend furios los. Schnell lag man mit vier Punkten in Front und konnte immer wieder gute Angriffe vortragen. Nur langsam fand der Gegner aus dem südhessischen in die Partie. Langen nutzte diese ungewohnte Schwächephase aus und sicherte sich mit 11:8 den ersten Satz. Im zweiten Satz verschlief der TVL den Beginn etwas und Ober-Laudenbach brachte schnell einen beruhigenden Punkteabstand zwischen sich und Langen. Der TVL mühte sich zwar nach Kräften, aber es wollte nicht mehr so rund laufen. Mit 7:11 musste man den Satz abgeben. In der Satzpause mahnte Spielertrainer Marcus Winter noch einmal eindringlich und stellte die Mannschaft auf den Angriffspositionen um und änderte die taktische Marschroute. Kapitän Lang übernahm sowohl Angabe als auch Angriff und sollte fortan auch zu Blockduellen an der Leine bereit stehen. Die Änderungen zeigten Wirkung. Ober-Laudenbach konnte sich nur langsam auf diese neue Spielsituation einstellen. Dies reichte dem TVL, um sich abzusetzen und konnte am Ende mit 11:7 Satz Nummer drei wieder siegreich gestalten. Mit Beginn des vierten Satzes merkte man, dass bei allen Beteiligten die Anspannung groß war. Die Aggressivität im Spiel nahm zu und die Blockduelle wurden heftiger. Ober-Laudenbach hatte sich auf diese Situation eingestellt und es entwickelte sich eine enge Partie. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Für die Zuschauer und auch die Spieler war es eine spannende Phase. Gegen Satzende stellte Langen noch einmal taktisch um und dies brachte den gewünschten Erfolg. Mit 11:9 sicherte sich der TVL auch diesen Sieg.


Um 06:45 Uhr setzten sich die Spieler um Kapitän Sebastian Lang am Sonntagmorgen in Richtung Nordhessen in Bewegung. Nach einer stressfreien Anreise stellte sich dann heraus, dass der Gegner aus Merkenbach aufgrund personeller Probleme nicht antritt. Dementsprechend konnte die Mannschaft alle Konzentration auf die Eröffnungspartie richten. Gegner war die Heimmannschaft des TV Volkmarsen. Zu Beginn der Partie konnte der TVL noch mithalten, aber im weiteren Spielverlauf setzte sich Volkmarsen immer weiter ab. Der TVL fand kein passendes Mittel und sowohl Angriff als auch Abwehr leisteten sich fortan immer größere Eigenfehler. Volkmarsen musste nicht viel machen außer auf den Langener Fehler zu warten und der kam immer wieder zuverlässig. Schnell war der erste Satz mit 5:11 verloren. Mit Beginn des zweiten Satzes folgte die bis dato schlechteste Leistung des TVL. Mit 1:6 geriet die Mannschaft ins Hintertreffen und Volkmarsen sah schon wie der sichere Sieger aus. Langen stellte im Angriff um. Angreifer Matthias Wiemer fand überhaupt nicht in die Partie und zeigte sowohl in Angriff als auch im Abwehrverhalten keine zufriedenstellende Leistung. Mit dem Wechsel fand Langen langsam zu dem eigenen Rhythmus. Punkt um Punkt kämpfte man sich wieder heran und konnte sogar bei 9:9 ausgleichen. Die Partie war wieder offen und es entwickelte sich eine durchaus spannende Phase. Volkmarsen zeigte sich durch das wegschmelzen des Vorsprungs aber nicht geschockt, sondern hielt nun mit aller Kraft dagegen. Immer wieder kam es zum Gleichstand in der Partie. Am Ende setze Volkmarsen mit der nötigen Präzision die Angriffsbälle ins Langener Feld und konnte auch diesen Satz mit 13:11 für sich entscheiden. Langen war nun besser in der Partie. Mit Beginn von Satz Nummer drei war es nun eine offenere Partie. Allerdings war die Fehlerquote auf Langener Seite immer noch zu hoch. Volkmarsen spielte konzentriert und auf Seiten des TVL fehlte einfach das nötige Glück an diesem Tag. Die Langener Angriffsbälle flogen immer wieder knapp ins Aus, so dass sich Volkmarsen eine kleinen Vorsprung erspielte und die Partie am Ende mit 11:8 für sich entscheiden konnte.

Trainer Marcus Winter meinte nach dem Doppelspieltag: „Die Niederlage geht heute absolut in Ordnung. Wir haben uns einfach zu viele Eigenfehler geleistet und das kann man sich gegen einen Gegner wie Volkmarsen nicht erlauben. Mit dem gestrigen Spieltag bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Leider hatte sich da schon die Eigenfehlerquote stark bemerkbar gemacht. Ein Lichtblick war die erneut starke Leistung von Jonas Witzenhausen. Man merkt ihm an, dass er mit zunehmender Einsatzzeit immer sicherer wird und kämpferisch steht er den etablierten Spielern in nichts nach."

Für den TVL spielten: Sebastian Lang, Matthias Wiemer, Marcus Winter, Jonas Witzenhausen, Marc Lehrian und Oliver Kohm.