LANGEN. Der erste Heimspieltag der Langener Bundesligafrauen lief leider überhaupt nicht nach Wunsch. Das ausgegebene Ziel pro Spieltag eine Partie zu gewinnen, um sich langfristig im Mittelfeld der Liga halten zu können, wurde mit zwei knappen Niederlagen verfehlt. Hinzu kommt das Verletzungspech: Abwehrspielerin Natascha Stadtmüller wird vermutlich für den Rest der Saison ausfallen, so dass die Mannschaft sich mit 6 Stammspielerinnen durch die restliche Saison kämpfen muss. Nach der Hälfte der Spieltage hat der Abstiegskampf wieder begonnen.

Das erste Spiel des Tages mussten die Gastgeberinnen aus Langen gegen den Tabellenzweiten der Liga, den VfL Kirchen, bestreiten, der bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Punkt in der Saison abgegeben hatte. Die Mannschaft ging dementsprechend mit Respekt in die Partie, hatte man hier doch einen Gegner vor sich, der auf allen Positionen gleichmäßig stark besetzt war. Keine andere Mannschaft der Liga kann beispielsweise auf drei Angreiferinnen zurückgreifen. Der erste Satz verlief bei den Langenerinnen dann leider wie schon zu häufig: Unruhe und Nervosität prägten das Spiel in allen Teilen der Mannschaft, so dass kaum ein gut aufgebauter Angriff zu Stande kam. Diese Unruhe führte auch dazu, dass der Satz schnell mit 5:11 an die Gegnerinnen ging.

Beim Seitenwechsel versuchte Trainer Arthur Linkert die Spielerinnen zu beruhigen, die Nervosität zu nehmen und bestärkte sie darin wieder an sich zu glauben. Die Ansprache half. Schnell führte man im zweiten Satz mit 6:1 was die Kirchenerinnen schon dazu veranlasste eine Auszeit zu nehmen. Leider kam auch im zweiten Satz wieder eine unruhige Phase, doch der Vorsprung konnte gehalten werden, so dass der zweite Satz verdientermaßen mit 11:7 an den TV Langen ging. Die Devise der Frauen war es jetzt die folgenden Sätze ähnlich zu gestalten. Doch leider fand auch Kirchen wieder zu seinem gewohnten Spiel zurück. Die Sätze drei und vier gestalteten sich von beiden Seiten offen, gingen dann aber doch mit 12:10 und 11:8 an den Favoriten aus Kirchen.

In zweiten Spiel des Tages zwischen dem VfL Kirchen und dem TV Öschelbronn schafften die Öschelbronnerinnen das für fast unmöglich Gehaltene: Sie besiegten Kirchen glatt in drei Sätzen. Damit schafften sie etwas, was in dieser Saison noch keiner Mannschaft geglückt war und brachten den Frauen aus Kirchen die erste Niederlage bei. Die Langenerinnen waren also gewarnt vor den stark aufspielenden Frauen aus Öschelbronn.

So ging man mit etwas Anspannung aber auch mit dem festen Willen das Spiel zu gewinnen in die zweite Partie des Tages. Gerade der vorherige Sieg hatte gezeigt, dass man die Öschelbronnerinnen nicht unterschätzen durfte. Dies tat allerdings auch keiner. Alle Spielerinnen gingen hochkonzentriert in die Partie. Diese Konzentration zahlte sich auch sofort aus. Schneller als erwartet konnte man eine deutliche Führung erringen und den Satz schnell mit 11:4 für sich entscheiden. Nach diesem unerwartet guten Auftakt gab es nun ein realistisches Ziel: Das Spiel in drei Sätzen für sich entscheiden. Doch dann kam wieder eine Phase wie sie die Zuschauer in der heimischen Georg-Sehring-Halle schon oft erlebt hatten. Nervosität und Unruhe prägten erneut das Spiel der Gastgeberinnen. Die Öschelbronner Schlagfrau schaffte es gezielte Angriffe auf die Außenpositionen zu setzen, mit denen die Langener Abwehrspielerinnen nur  schlecht zurechtkamen. Ein geordneter Spielaufbau war nach den Annahmen kaum noch möglich. Doch auch die kurzen Bälle brachten den Angriff des TV Langen oft durcheinander. Abstimmungsschwierigkeiten prägten den Spielverlauf. Die Gastgeberinnen schafften es überhaupt nicht mehr ins Spiel zurück zu finden und ihr eigenes Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Auch eine Umbesetzung der Positionen hatte keinen Erfolg mehr. Die folgenden Sätze gingen dementsprechend deutlich mit 6:11, 7:11 und 7:11 an den Gegner.

Nach diesem Spieltag ist der TV Langen wieder im unteren Tabellendrittel angekommen. Die kommenden Spieltage müssen daher dazu genutzt werden noch dringend benötigte Punkte zu ergattern, damit es im Februar nicht heißt: „Tschüß 2. Liga“. Die nächste Chance dazu bekommen die Frauen am Sonntag, 15.12. in Ludwigshafen wo die letzten Hinrunden Spiele gegen Oppau und Obernhausen anstehen.

Es spielten: Julia Mack, Eva Steckhan, Lisa Ackermann, Nicole Reiter, Maren Schlegler und Sophie Martiner.