LANGEN. Licht und Schatten ziehen sich wie ein roter Faden durch die Hallensaison der Verbandsliga Faustballer. Wieder einmal zeigte der TVL eine ordentliche und eine eher schwache Leistung am gleichen Spieltag. Im Lokalderby gegen die TSG Darmstadt kam es zu einem Sieg, während es gegen den TV Merkenbach zu einer deutlichen Niederlage kam.

Neues Jahr - neues Glück. Neue Motivation – alte Fehler. Im ersten Spiel gegen Darmstadt hatte sich die Mannschaft um Kapitän Sebastian Lang viel vorgenommen und wollte endlich einmal wieder punkten in der Verbandsliga Hessen. Der TVL steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. Punktgleich mit Gegner Darmstadt. Ein Sieg war also Pflicht und die Vorgabe. Dieser Verantwortung stellte sich die gesamte Mannschaft und Kapitän Lang ging voran. Er übernahm sowohl die Angabe und auch den Rückschlag. Der Jahreswechsel und die Winterpause hatten der Mannschaft gut getan. Konzentriert, engagiert, druckvoll und kampffreudig gingen die Männer vom Sterzbach in diese Partie und das zahlte sich aus. Die ersten beiden Sätze konnten siegreich gestaltet werden. Durchaus druckvoll und schnörkellos wurden die Angriffe vorgetragen und konsequent gepunktet. Im dritten Satz kam es zu kleinen Unsicherheiten, die vom Gegner dann auch ausgenutzt werden konnten und zum Satzverlust aus Langener Sicht führten. Im vierten Satz zeigte sich eine relativ ausgeglichene Partie und keine der Mannschaften konnte sich absetzen. Zum Satzende zeigte der TVL allerdings keine Nerven und konnte direkt den ersten Matchball für sich verwerten. Auf die gesamte Partie betrachtet reichte eine solide Leistung zu einem verdienten Sieg. (11:7, 11:8, 9:11, 11:9)

Gegen den TV Merkenbach wollte der TVL die Euphorie des „noch siegen Könnens“ nutzen, aber leider wurde daraus nichts. Woran es lag, dass die Langener mal wieder eine schwache Leistung ablieferten ist nicht nachvollziehbar. Zu Wechselhaft sind die Leistungen in dieser Hallensaison. Mit 1:11 kam man im ersten Satz ordentlich unter die Räder. Hauptsächlich die eigenen Fehler machten es dem Gegner sehr leicht diesen mit deutlichem Vorsprung zu gewinnen. Im zweiten Satz fand der TVL etwas besser in die Partie, aber immer noch war die Eigenfehlerquote mit das größte Problem. Mit 6:11 konnte Merkenbach mittels eines geradlinigen und druckvollen Angriff-Faustballs auch hier wieder einfach den Satzgewinn realisieren und profitierte zusätzlich immer wieder von einfachen Fehlern des TVL. Im dritten Satz wurde umgestellt. Nachwuchsangreifer Patrick Reiter, der endlich wieder nach langer Verletzungspause im Kader steht, übernahm fortan die Rolle des Rückschlägers und es wirkte wie eine initial Zündung auf die gesamte Leistung der Mannschaft. Eigenfehler waren kaum noch vorhanden und der TVL konnte viele eigene Punkte erzielen. Angabenschläger Sebastian Lang fand zur eigenen Stärke zurück und fortan lief es für den TVL. Mit 11:4 wurde der Satz souverän gewonnen. Doch leider war es das dann auch. Im vierten Satz erhöhte sich die Eigenfehlerquote genauso schnell wieder, wie sie verschwunden war und der TV Merkenbach konnte dies routiniert für sich nutzen. Mit 11:5 war es schnell entschieden. Verdient ging der Sieg somit an die Mittelhessen.

Auf das nahende Ende der Saison blickend muss der TVL an den verbleibenden beiden Spieltagen am 25.01. in Volkmarsen sowie am 31.01. in Rendel (verschoben vom 15.11.2014) nun alle Kraft zusammen nehmen, um den Abstand zu den Tabellenvierten und –fünften Volkmarsen und Rendel 2 wenigstens noch etwas zu verkürzen.

Für den TVL spielten: Sebastian Lang, Patrick Reiter, Jonas Witzenhausen, Marc Lehrian und Oliver Kohm