Verbandsliga Faustballer des TV Langen - Faustball in Hessen

LANGEN. Es war die ersehnte Erlösung für Spieler, Trainer und Fans als der TV Langen seinen Matchball verwandelte. In zwei hoch dramatischen Spielen mit vielen Höhen und Tiefen setzen sich die Verbandsliga Faustballer gegen den TV Bergen-Enkheim und die SG Wald-Michelbach in 3:2 Sätzen durch.

Den Start in das erste Spiel gegen Bergen-Enkheim erwischte der TVL perfekt. Der Gegner hatte zu keiner Zeit die Chance irgendwie den eigenen Rhythmus zu finden. Immer wieder punktete der TVL mit überlegten Angriffen aus einer stabilen Abwehr heraus. Der Gegner kämpfte parallel mit einer sehr hohen Eigenfehlerquote. Mit 11:4 ging der erste Satz schnell an die Hausherren. Die Marschrichtung war klar: so sollte es weitergehen. Aber die junge Mannschaft unterliegt verständlicherweise immer wieder massiven Formschwankungen. Der Start in den zweiten Satz verlief äußerst unglücklich. Was vorher noch funktionierte resultierte nun in einem Eigenfehler. Trainer Marcus Winter reagierte und setzte beim Spielerwechsel alles auf eine Karte. Im Angriff erfolgte ein Doppelwechsel. Nur langsam stabilisierte sich die Leistung des TVL. Zu spät, um noch das Ruder in diesem Satz herum zu reißen. Auch der dritte Satz wurde von den Gästen teilweise nach Belieben dominiert. Immer wieder kämpfte Langen mehr mit sich selbst als mit dem Gegner, der das aber auf Grund seiner riesigen Routine verdientermaßen für sich zu nutzen wusste. 6:11 und 6:11 hießen die Satzergebnisse für Bergen-Enkheim. Die Ansprache in der Satzpause war deutlich. Eigenfehler abstellen und wieder ruhiger spielen. Taktisch wurde auch noch ein wenig feinjustiert und es zeigte Wirkung. Der TVL spielte sich in einen wahren Rausch. Mit 11:5 ging der Satz an die Hausherren und man zwang das Spiel in einen fünften und alles entscheidenden Satz. Im Entscheidungssatz zeigte Langen zu Beginn äußerst souveränen Faustballsport. Mit 6:1 wurden die Seiten gewechselt und dann kam er wieder: der Einbruch im Spiel des TVL. Punkt für Punkt kämpfte sich der Gegner heran. Eine Auszeit wurde genommen und endlich gelang dem TVL auch wieder ein Punktgewinn. Beim Stande vom 7:5 fingen sich die Spieler um Kapitän Oliver Kohm wieder und zogen davon. Mit dem verwandelten Matchball zum 11:7 spürte man bei allen Beteiligten die Erleichterung, doch noch siegen zu können. 

Zuspieler Oliver Kohm - TV Langen FaustballIm zweiten Spiel gegen Wald-Michelbach erwischte der TVL ebenfalls wieder einen super Start. Auch hier hatte der Gegner keine Chance und musste sich schnell mit 11:4 geschlagen geben. Was dann wieder in den Köpfen der Spieler herumschleicht kann wohl niemand genau sagen, denn die Parallelen zum ersten Spiel waren doch sehr ähnlich. Der Gegner kam besser ins Spiel und der TVL erhöhte massiv die eigene Fehlerquote. Im Angriff passierten teilweise die unglaublichsten Fehler. Was vorher noch klappte funktionierte nun gar nicht mehr. Zwar hielt man noch mit, aber wirklich zwingend waren die eigenen Aktionen nicht mehr. Im dritten Satz das gleiche Bild. Der TVL geriet immer mehr von der Spur ab und verstrickte sich in teilweise hausgemachten Problemen. Aus unsauberen Abwehraktionen wurden schwache Zuspiele hervorgebracht, die mit einem Fehler im Angriff beendet wurden. 6:11 hieß es am Ende aus Sicht der Hausherren. Die Ansprache fiel entsprechend aus und verfehlte ihre Wirkung nicht. Wesentlich stabiler wurden die eigenen Angriffe nun vorgetragen und auch wieder in Punkte für den TVL umgesetzt. Mit einem deutlichen 11:6 ging der Satz an den TVL. Mit dem Entscheidungssatz haben die Sterzbächer ja nun schon häufiger Erfahrung sammeln dürfen. Beide Mannschaften schenkten sich nun nichts und es war ein kampfbetontes Spiel. Mit einem Ball Vorsprung wechselte der TVL die Seiten und zeigte dann eine ganz starke Leistung. Endlich gelangen auch wieder die starken Angriffsszenen mit denen man auch so einen erfahrenen Gegner zermürben kann. Der TVL holte sich den zweiten Saisonsieg und verkürzte damit den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze.

Für den TVL spielten: Marc Lehrian, Matthias Wiemer, Patrick Reiter, Jonas Witzenhausen, Sebastian Lang, Robert Sauerborn, Jasper Hormann, Daniel Pallauf, Simon Büttner, Oliver Kohm und Patrick Reiter