LANGEN. Der ersten Männermannschaft des TV Langen gelingt am Heimspieltag auf der heimischen Georg Sehring Anlage die Revanche für die Hinspiel Niederlage gegen den TV Rendel, hat aber jedoch keine Chancen gegen den vermutlich zukünftigen Hessenmeister aus Eschhofen. Der TVL steht somit aktuell durch ein ausgeglichenes Punkte- und Satzverhältnis auf dem zweiten Tabellenplatz.

Die Auftaktpartie vor zahlreichen Zuschauern bestritten der Top Favorit aus Eschhofen und der TVL bei guten Wetterbedingungen. Doch von Beginn an lief es beim TVL nicht sonderlich rund. Eschhofen agierte sowohl aus der Angabe als auch dem Rückschlag sehr konzentriert und setzten den TVL von Beginn an unter Druck. Schon im Abwehrverhalten zeigte Langen große Probleme, die sich über das Zuspiel bis in den Angriff fortsetzten. Mit dem Aufschlag gelang es dem TVL nicht den Gegner zu Fehlern zu zwingen und auch taktische Anweisungen konnten keinen nennenswerten Erfolg vorweisen. Daneben schafften es die Sterzbächer auch noch leichte Eigenfehler einzubauen, so dass Eschhofen den ersten Satz mit 11:6 und den zweiten Satz mit 11:4 für sich entscheiden konnte. Trainer Marcus Winter wechselte im Angriff durch. Conny Peter übernahm fortan die Angabe und Sebastian Lang den Rückschlag. Die Umstellung zeigte erste Erfolge. Der TVL konnte in dieser Phase mit Eschhofen mithalten, verpasste es aber auch einmal in Führung zu gehen und am Ende machten Kleinigkeiten den Unterschied aus, so dass Eschhofen mit 11:9 auch diesen Satz für sich entscheiden konnte. Am Ende eine durchaus verdiente und auch in dieser Höhe absolut gerechtfertigte Niederlage für den TVL.

Im zweiten Spiel des TVL bekam es die Mannschaft um Kapitän Sebastian Lang mit dem TV Rendel zu tun. Die vorangegangene Partie gegen Rendel konnte die Mannschaft aus Eschhofen ebenfalls für sich entscheiden und man merkte der jungen Rendler Mannschaft an, dass sie diese Niederlage wurmte. Der TVL konnte sich also auf einiges einstellen und dies gelang der Mannschaft auch. Allen voran die beiden Oldies in der Mannschaft zeigten, dass sie noch in dieser Klasse mithalten können. Angreifer Conny Peter übernahm im Laufe der Partie immer mehr die Verantwortung und machte besonders mit der Angabe immer wieder viele direkte Punkte. Abwehrspieler Marcus Winter konnte immer wieder die langen und unangenehmen Angriffsbälle der Rendler Angreifer entschärfen, so dass viele eigene Angriffe vorgetragen werden konnten. Es kam zu einem teilweise offenen Schlagabtausch mit sehenswerten Abwehr- und Angriffsaktionen auf beiden Seiten. Sehr lange Ballwechsel, wie man sie nur sehr selten in dieser schnellen Sportart sieht mit dem besseren Ende für die Langener Mannschaft. Dem Team gelang es somit die oft zitierten „Big Points“ zu setzen, was dem eigenen Selbstvertrauen sehr zuträglich war. Die ersten beiden Sätze konnte der TVL relativ deutlich mit 11:7 und 11:6 für sich entscheiden. Den Start in den dritten Satz verschlief der TVL mal wieder. Nichts Neues, zeigt die Mannschaft doch nur allzu oft zwei grundlegend verschiedene Gesichter in einer Partie. Mit 0:3 lief man von Beginn an einem ordentlichen Rückstand hinterher. Doch mit einem direkten Punkt - mal wieder durch Conny Peter bei der Angabe - wachte das Team geschlossen auf. Punkt um Punkt kämpfte man sich heran und hatte am Ende bei 10:9 sogar einen Satzball. Die Verwertung ließ aber wieder einmal zu wünschen übrig, so dass Rendel nervenstark ausgleichen konnte. Nun wechselte die Führung hin und her, aber am Ende konnte der TVL doch noch mit 14:12 triumphieren.

Zufriedene Gesichter konnten die Zuschauer dann bei der Heimmannschaft entdecken. Der TVL kann am nächsten und bereits letzten Spieltag der diesjährigen hessischen Feldfaustball-Verbandsligasaison aus eigener Kraft den zweiten Tabellenplatz sichern, was ein schöner Erfolg für die Mannschaft in dieser dicht besetzten Runde wäre.

Für den TVL spielten: Conny Peter, Sebastian Lang, Matthias Wiemer, Vitalij Wert, Oliver Kohm und Marcus Winter